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Was ist Phishing? F-Secure-Experten erklären, wie Sie sich schützen

F-Secure

5 min Lesezeit

Phishing zählt zu den am weitesten verbreiteten Bedrohungen für die Online-Sicherheit. Betrugsversuche können per E‑Mail, SMS, Telefonanruf oder QR‑Code erfolgen. Laut dem F‑Secure Scam Intelligence & Impacts Report 2026 sind E‑Mails der weltweit häufigste Kanal für Betrugsversuche. Erfahren Sie mehr über Phishing und wie Sie sich davor schützen können. 

  • Beim Phishing versuchen Angreifer, Sie dazu zu bringen, einen schädlichen Link anzuklicken oder einen infizierten E‑Mail-Anhang zu öffnen. Dazu geben sie sich als vertrauenswürdige Person oder als seriöses Unternehmen aus.

  • Betrüger nutzen Phishing, um an vertrauliche Informationen und andere sensible Daten zu gelangen. Diese können anschließend für Identitätsdiebstahl oder Finanzbetrug missbraucht werden.

  • Wenn Sie vermuten, dass Sie einen Phishing-Link erhalten haben, können Sie mit dem kostenlosen F‑Secure Link Checker prüfen, ob sich der Link sicher öffnen lässt.

  • F‑Secure Total schützt Sie vor Phishing-Angriffen mit preisgekröntem Betrugsschutz und Antivirus-Schutz. Zusätzlich überwacht die Sicherheitslösung Ihre Identität und Daten rund um die Uhr auf verdächtige Aktivitäten. 

Sind Sie unsicher, ob ein Link sicher ist?

Nutzen Sie den F‑Secure Link Checker

5 Phishing-Betrugsmaschen, vor denen Sie sich in Acht nehmen sollten 

Um sich schützen zu können, ist es wichtig zu verstehen, wie Phishing funktioniert und warum Betrüger diese Methode nutzen. Früher ließen sich Phishing-Versuche oft an schlechter Grammatik erkennen — manchmal waren die Fehler sogar fast schon absurd komisch. Durch Fortschritte in der KI-Technologie ist es für Betrüger heute jedoch leichter denn je, seriös und glaubwürdig zu wirken. 

  • 1. Phishing über Social Media 

    Ziel: Zugangsdaten, persönliche Daten und Finanzinformationen auf Plattformen wie Facebook, WhatsApp, Instagram und LinkedIn stehlen. 

    Konkretes Beispiel: Ein unbekanntes Profil sendet Ihnen eine Freundschaftsanfrage. Kurz darauf erhalten Sie eine Direktnachricht mit einem Link — angeblich zu einem Video oder einer Webseite, die Sie unbedingt sehen sollten. 

    Schutz: Ignorieren Sie Kontaktanfragen von Fremden, verwenden Sie einzigartige Passwörter mit Multi-Faktor-Authentifizierung und hinterlegen Sie alternative Kontaktwege für die Kontowiederherstellung. 

  • 2. Netflix-Phishing und Betrug mit Streamingdiensten 

    Ziel: Streaming-Konten übernehmen, um sie weiterzuverkaufen oder Kreditkartendaten abzugreifen. 

    Konkretes Beispiel: Sie erhalten eine dringende E‑Mail, in der behauptet wird, dass Ihre monatliche Abo-Zahlung fehlgeschlagen ist. Der enthaltene Link führt zu einer gefälschten Login-Seite, auf der Sie Ihre Zahlungsdaten aktualisieren sollen. 

    Schutz: Klicken Sie niemals auf Zahlungslinks in E‑Mails. Wenn es ein Problem mit Ihrem Konto gibt, melden Sie sich direkt über die offizielle Netflix-App oder Website an und prüfen Sie dort Ihren Kontostatus. 

  • 3. Ausnutzen aktueller Ereignisse 

    Ziel: Menschliche Emotionen ausnutzen – etwa Hilfsbereitschaft oder den Wunsch nach einer romantischen Beziehung –, um Geld zu stehlen. 

    Konkretes Beispiel: Betrugsmaschen rund um die Steuererklärung, Fake-Angebote zur Weihnachtszeit oder eine gefälschte E‑Mail des Roten Kreuzes, in der zu dringenden Kryptowährungsspenden für Kriegsopfer aufgerufen wird. 

    Schutz: Sehen Sie jede Anfrage nach Kryptowährungen als Warnsignal. Spenden Sie nur direkt über die offiziellen Websites von Hilfsorganisationen. 

  • 4. „Hallo Mama / Hallo Papa“-Betrugsmaschen

    Ziel: Die Sorge von Eltern ausnutzen, um Opfer zu einer Geldüberweisung zu bewegen. 

    Konkretes Beispiel: Eine WhatsApp-Nachricht von einer unbekannten Nummer lautet: „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Deshalb schreibe ich dir von dieser Nummer. Ich muss Essen und ein Busticket nach Hause kaufen — kannst du mir sofort 50 € überweisen?“ 

    Schutz: Lassen Sie sich nicht von der Dringlichkeit der Nachricht unter Druck setzen. Rufen Sie die bisherige Telefonnummer Ihres Kindes an oder kontaktieren Sie es über einen anderen bekannten Weg, bevor Sie Geld senden. 

  • 5. Online-Gaming- und Roblox-Betrug

    Ziel: Wertvolle Gaming-Konten wie Steam- oder Roblox-Konten übernehmen, um In‑Game-Währung, Skins oder Gegenstände zu stehlen. 

    Konkretes Beispiel: Das gehackte Discord-Konto eines Freundes schickt Ihnen einen Link und bittet Sie: „Klicke hier und stimme für mein Team im Turnier ab.“ Über diesen Link werden anschließend Ihre Anmeldedaten gestohlen. 

    Schutz: Bringen Sie Kindern bei, bei kostenlosen In‑Game-Gegenständen vorsichtig zu sein. Geben Sie Anmeldedaten niemals auf Websites ein, die nicht zum offiziellen Game-Launcher gehören. 

KI‑Phishing-Angriffe erzielen eine Klickrate von 54 %

Im F‑Secure Scam Intelligence & Impacts Report 2026 (S. 17–20) beschreibt Dr. Megan Squire, preisgekrönte Autorin und Threat Intelligence Researcher bei F‑Secure, KI‑Datenvergiftung — auch AI Data Poisoning genannt — als neue Phishing-Taktik. So funktioniert Datenvergiftung beim Phishing: 

  1. Betrüger schleusen heimlich falsche Informationen in die Datenquellen ein, aus denen KI‑Modelle lernen und Antworten generieren.

  2. Indem Angreifer solche Falschinformationen — etwa gefälschte Kundendienstnummern oder betrügerische Links — in die Modelle einspeisen, bringen sie die KI dazu, ihnen zu vertrauen.

  3. Wenn ein ahnungsloser Nutzer die KI anschließend um Hilfe bittet, liefert sie unwissentlich eine Phishing-Masche in Form einer scheinbar vertrauenswürdigen Empfehlung.

Branchenexperten weisen außerdem darauf hin, dass KI die Möglichkeiten von Betrügern erheblich erweitert. Laut Abdullah-Al Mazed, Senior Technical Product Manager bei F‑Secure, lassen sich Natural Language Processing (NLP) und Large Language Models (LLMs) problemlos nutzen, um überzeugende Phishing-E-Mails zu verfassen. Auch der Microsoft Digital Defense Report 2025 zeigt, wie wirksam KI beim Phishing eingesetzt werden kann: 

Laut dem Microsoft Digital Defense Report 2025, S. 37, liegt die Klickrate von KI‑generierten Phishing-Nachrichten bei 54 %. Bei herkömmlichen Phishing-Versuchen sind es dagegen nur 12 %. 

Welche Arten von Phishing gibt es? 

Phishing-Betrugsmaschen werden immer ausgefeilter. Deshalb ist es umso wichtiger, Ihre Cybersicherheit auf dem neuesten Stand zu halten. 

Art des Phishings 

Definition 

E‑Mail-Phishing

Betrüger versenden E‑Mails, die so aussehen, als kämen sie von seriösen Absendern wie Banken oder Online-Händlern. Ziel ist es, sensible Daten zu stehlen. Häufig erzeugen diese E‑Mails künstlichen Zeitdruck und warnen zum Beispiel davor, dass Ihr Konto gesperrt oder kompromittiert wird, wenn Sie nicht sofort handeln. 

Spear-Phishing ist ein gezielter Angriff auf eine bestimmte Person oder Organisation. Angreifer nutzen personalisierte Informationen und fortgeschrittenes Social Engineering, um die Täuschung besonders glaubwürdig wirken zu lassen. 

Smishing, auch SMS-Phishing genannt, nutzt betrügerische SMS, um Nutzer dazu zu bringen, schädliche Links anzuklicken oder sensible Daten preiszugeben. Viele Menschen sind bei SMS weniger misstrauisch als bei E‑Mails. Dadurch sind sie für diese Art von Betrug besonders anfällig. 

Phishing kann auch über Telefonanrufe erfolgen. Diese Methode wird Vishing oder Voice Phishing genannt. Bei Vishing-Betrug kommen echte betrügerische Anrufer, automatisierte Text-to-Speech-Software oder KI‑generierte Stimmen zum Einsatz. 

Quishing 

Beim Quishing nutzen Betrüger schädliche QR‑Codes, um Opfer auf gefälschte Websites zu locken oder Malware auf ihre Geräte herunterzuladen. Sie machen sich dabei das allgemeine Vertrauen in QR‑Codes zunutze, indem sie diese gut sichtbar platzieren oder in digitale Nachrichten einbetten. 

Laut dem IBM Cost of a Data Breach Report 2025 zählt E‑Mail-Phishing zu den häufigsten Arten von Phishing-Angriffen. Wer auf E‑Mail-Phishing hereinfällt, riskiert, dass persönliche und finanzielle Daten offengelegt werden. 

So erkennen Sie Phishing-E-Mails 

Phishing-Angriffe lassen sich oft an bestimmten Warnzeichen erkennen. Fünf typische Hinweise auf Phishing sind:

  • Dringende oder bedrohliche Formulierungen

  • Ungewöhnliche oder unbekannte Absenderadressen

  • Nicht übereinstimmende Hyperlinks, die Sie prüfen können, indem Sie mit dem Mauszeiger über den Link fahren

  • Aufforderungen zur Eingabe sensibler Daten, etwa Anmeldedaten

  • Anhänge, die verdächtig wirken oder unerwartet kommen 

Häufig gestellte Fragen zu Phishing 

Schützen Sie sich vor Phishing-Angriffen mit F‑Secure Total

F-Secure Total bietet umfassenden Online-Schutz, um Sie vor Phishing-Angriffen, Malware, Identitäts­diebstahl und anderen Online-Bedrohungen zu schützen.

  • Phishing-Schutz prüft Links in Nachrichten

  • Schutz beim Online-Browsing, Banking und Shopping

  • Preisgekrönter Antivirus- und Malware-Schutz

  • Rund-um-die-Uhr-Überwachung von Online-Identitäten und Datenpannen

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